Im Glashaus mit Steinen werfen …

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Regenwetter im Mai – wie sehnt man sich da den nächsten Urlaub herbei. Kapstadt, Thailand oder doch nur auf die Kanaren? Oder besser zur Fussball WM nach Russland?

Da kommen zwei Meldungen gerade richtig:

  • Wir Deutschen leben in diesem Jahr ab dem 2. Mai auf Pump. Zumindest, was das Klima betrifft. Denn wenn alle Menschen soviel Energie und CO2 wie wir verbrauchen würden, dann würde dazu unsere Erde alleine nicht ausreichen: wir bräuchten drei Erden. Und um uns dies klar zu machen, legt man jedes Jahr den Erdüberlastungstag fest – für jedes Land einen anderen Tag. Die Amerikaner hatten ihn schon im März, die Chinesen werden ihn im Sommer haben. Die ganze Welt benötigt im übrigen 1.7 Erden. Kann das noch gut gehen?
  • Die zweite Meldung sagt: Der Tourismus schadet der Umwelt mehr als angenommen: Einer neuen australischen Studie nach beziffert sich der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase durch den weltweiten Tourismus auf rund acht Prozent der globalen Emissionen! Und auch hier sind wir Deutschen wieder auf dem dritten Rang mit dabei.

Also dann doch besser im Schwarzwald wandern gehen oder mit dem Fahrrad zum Public Viewing ins Nellie Nashorn? Schön wird das auch sein.

Und dann kommt noch eine dritte Meldung – man muss sie suchen in der deutschen Presselandschaft:

  • Schweden hat eine Umweltabgabe für Flugreisen eingeführt. Für Flüge, die in Schweden starten. Zwischen 5,80 Euro und 38,80 Euro pro Ticket. Und die Mehrheit der Bevölkerung findet das auch noch gut.

Weil es dort so schön ist und keiner dort weg will? Oder haben es die Schweden einfach verstanden … wenn sie auch in 3 Jahren noch so viele Schären-Inseln haben wollen 😉

Eine Antwort

  1. Oh ja, die Schären-Inseln sind wirklich schön (träum …)

    Dazu fällt mir ein Gespräch mit Harald Welzer im Rahmen des Zukunftstages im Herbst ein: Zukunft statt Kreuzfahrt? Was wollen wir und was tun wir dafür? und: Warum es wichtig und genau richtig ist, dass gerade wir BürgerInnen die Veränderung selbst in die Hand nehmen und uns dabei zusammentun (fairNETZen).

    think global, act local: Vielleicht treffen wir uns im Zukunftsforum (z.B. am 07. Juni wieder) und planen ein Fun-Event im Schwarzwald – was kann daran besser sein als an einem Nordpool-Marathon? – die „Kraft des Lokalen“. eben.

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