3 F´s zur Nachhaltigkeitswoche 2018: Fliegen, Fleisch und ….

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Wenn alle leben würden wie wir in Deutschland, würden wir drei (in Zahlen: 3!) Erden statt dieser einen brauchen. Vielleicht gibt es deshalb all die teuren Weltraumprogramme?

Wer zur Woche der Nachhaltigkeit wissen möchte, wo unter all den vielen Massnahmen diejenigen sind, die signifikante Wirkung erzeugen, dem empfehle ich, über die 3 F nachzudenken:

Fliegen: mit nur ein oder zwei Flügen im Jahr verdoppele ich bereits meine CO2 Emission im Verkehr. Wer es genau wissen will: hier geht es zum Rechner.

Fleisch: hier wird es komplexer. Im Mittel essen wir 60 kg Fleisch im Jahr. Damit leisten wir uns Folgeschäden in den Bereichen CO2 Emission, Energievergeudung, Tierquälerei, Landwirtschaft, internationalem Handel, Gesundheit etc, die wir gar nicht bräuchten. Für die Ernährung gibt es gute Alternativen, und wenn ich erst mal den Verbrauch halbiert habe habe, dann leiste ich mir auch wirklich gutes Fleisch aus der Region.

Flächenverbrauch: Menschen brauchen Räume. Weil immer mehr Menschen nach Lörrach kommen, wird immer mehr gebaut. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn zugleich ist der Flächenbedarf in den letzten 20 Jahren um 20% gestiegen. Mehr Wohnfläche bedeutet aber auch immer: mehr von diesem und mehr von jenem. Ist das wirklich erstrebenswert, oder ist der wahre Luxus nicht, auf das alles zu verzichten?

Ich weiß: dazu gäbe es noch viel mehr zu sagen. Aber noch wichtiger ist es, etwas zu tun. Die Woche der Nachhaltigkeit ist erst der Anfang. Viele Gruppen, die hier auf der Lörrach fairNETZt-Platform zu finden sind, engagieren sich täglich und weiter – aus Überzeugung und Freude am Leben 😉

Eine Antwort

  1. Peter Focke
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    Ich möchte den 3 Fs noch ein viertes hinzufügen: Fisch! Über die Fangmethoden in Südostasien und immer
    mehr auch vor den fischreichen Küsten Afrikas aber auch in unseren Meeren gibt es gut recherchierte Berichte , die einen schaudern lassen (z.B Le Monde diplomatique Mai 2018). Aber auch Berichte über Methoden der Fischzucht, vor allem bei Lachs von der Schädlingsbekämpfung bis zu dem genetisch veränderten Lachs (in USA zugelassen), der doppelt so schnell wächst, lassen einen daran zweifeln, ob das noch gesunde Nahrung ist. Bezüglich der CO2-Bilanz ist die Lachszucht ebenfalls sehr fragwürdig. Soja und Fischmehl werden aus Südamerika angeliefert. Kanadischer Lachs wird nach China zur Verarbeitung verschifft um dann von dort nach USA und Europa zu den Verbrauchern verschifft zu werden. Für die Versendung von frischem Fisch baut Norwegen in Oslo ein eigenes Flughafenterminal , von dem ab 2019 frischer Fisch nach Japan und USA versandt werden soll – für 1 Kg Fisch werden 6 kg CO2 produziert (taz Juni 18) – Am besten sind noch die Forellen aus
    heimischen Teichen.