Erfolgsgeschichten aus Lörrach

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In einer Artikelserie berichtet die Badische Zeitung über Erfolgsgeschichten, die Flüchtlinge in Lörrach schreiben. In den ersten drei Beiträgen wurden die Wege von Najib Kollhöfer, Maria Hamadani Alhalabi und Dina Alissa nachgezeichnet – drei jungen Menschen, die trotz Startschwierigkeiten in Schule, Ausbildung und Beruf Fuss gefasst haben.

Nach über zweijähriger Flucht kam Najib Kollhöfer im August 2015 ohne Eltern nach Deutschland, wo er schließlich in der Gemeinschaftsunterkunft Brombach untergebracht wurde. Dort lernte er seinen heutigen Adoptivvater kennen, der die Unterkunft besuchte. Von diesem erhielt er Sprachunterricht und machte so gute Fortschritte, dass er bereits 2017 seinen Hauptschulabschluss ablegte. Nun beginnt er eine Ausbildung bei Mondelez in Lörrach.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte über Najib Kollhöfer.

Ebenfalls im Jahr 2015 kam die Syrerin Maria Hamadani Alhalabi mit ihrer Familie nach Lörrach – nachdem sie bereits 2012 aus Damaskus geflohen war. Das Eingewöhnen fiel Maria anfangs schwer – wegen der Sprachhürden traute sie sich zunächst kaum, mit ihren Mitschülern zu reden. Mittlerweile ist das überwunden. In der Schule kommt sie inzwischen so gut mit, dass sie die zehnte Klasse des Hans-Thoma-Gymnasiums mit einem Notendurchschnitt von 2,7 beendet hat.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte über Maria Hamadani Alhalabi.

Damaskus war auch die Heimatstadt von Dina Alissa. Die studierte Agrar-Ingenieurin arbeitete in einem wissenschaftlichen Institut in der syrischen Hauptstadt. Im Oktober 2015 verließ sie Syrien, weil die Lage immer gefährlicher wurde. Nach nur achttägiger Flucht über die Türkei, Griechenland, die Balkanländer und Österreich kam sie in Deutschland an, um schließlich in der ehemaligen Gemeinschaftsunterkunft Gretherstraße unterzukommen. Mit großem Engagement lernte sie die deutsche Sprache und absolvierte im Sommer 2016 ein Praktikum bei  Firma H2O. Dort arbeitet sie heute in fester Anstellung.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte über Dina Alissa.

Bei H2O arbeitet auch Lamin Colley, der 2014 als unbegleiteter Minderjähriger von Gambia nach Deutschland kam. Er war in seiner Heimat bis zur 6. Klasse zur Schule gegangen. In Deutschland lernte er mit großer Energie die Sprache seines Gastlands, absolvierte in Schopfheim seinen Hauptschulabschluss und ging danach auf die einjährige Elektrofachschule. Über einen Flüchtlingsbetreuer fand der begeisterte Fußballer zum FV Lörrach-Brombach, wo er seit über zwei Jahren mit der 1. Mannschaft in der Verbandsliga spielt. Über eine Bildungspartnerschaft seines Vereins mit H2O konnte er zunächst als Praktikant bei der Steinener Firma anfangen. Inzwischen ist er dort im 2. Jahr seiner Ausbildung zum Elektroniker.