Reisen und Menschenrechte

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Jetzt wieder aktuell: Reisen und Menschenrechte

Boykott oder Reisen?

Viele Länder erscheinen als Reiseparadies und ziehen somit viele Touristen an. Oft sind die Reisenden wenig über Menschenrechtslage in ihrem Reiseland informiert. Reisen heißt allerdings auch, die politischen und rechtlichen Gegebenheiten eines Landes zu kennen.

Unsere Position: Amnesty International ruft nicht zum Boykott eines Landes auf. So überlassen wir es den Reisenden selbst, nach ihren Sachkenntnissen angebrachte Entscheidungen zu treffen. Deshalb ist es unser Ziel und Anliegen, Reisende vollumfänglich über die Menschenrechtslage in Ihren Reiseländern zu informieren und zu sensibilisieren. Zudem möchten wir die Reisenden ermutigen, sich aktiv für die Verbesserung der Situation im jeweiligen Land einzusetzen.

Global gesehen verbraucht der Tourismus im großen Stil endliche Naturressourcen, wie Wasser oder Energie und produziert Müllberge aus Plastikflaschen und Lebensmittelresten. Allein die An- und Abreise bei einer Fernreise erschöpft das klimaverträgliche Budget eines Menschen für mehrere Jahre. Fliegen wird zu einer Frage der globalen Gerechtigkeit, weil gerade die Ärmsten der Armen unter ihm leiden, der Tourismus selbst aber ein Privileg weniger ist, die es sich wirtschaftlich leisten können.

Wie kann ich aktiv werden?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich für die Menschenrechtslage in Ihrem jeweiligen Reiseziel einzusetzen.

  • Appelle für betroffene Menschen unterschreiben
  • An Aktionen teilnehmen
  • Mitglied werden und die Menschenrechtsarbeit finanziell unterstützen

Wie können wir Ferienhungrige faire Angebote erkennen? Der Arbeitskreis Tourismus & Entwicklung (akte) hat gemeinsam mit Partnern 20 Labels unter die Lupe genommen, die ökologische oder sozialverträgliche Tourismusangebote auszeichnen.

Wo finde ich Informationen?

Die andere Reiseseite: www.fairunterwegs.org

https://www.amnesty.de/journal/2013/juni/tourismus-und-menschenrechte

https://www.tourism-watch.de/de/newsletter/95/nr-95-tourismus-und-landraub-022019

https://www.amnesty.de/informieren/laenderberichte