Danke an Otmar Donnenberg – ein inspirierendes Vorbild

Gemeinschaftsgarten RheinfeldenAm 10. August hat Otmar Donnenberg „seinen Hobel hingelegt und der Welt Adé gesagt“, wie er es uns in Anlehnung an ein Stück des österreichischen Dramatikers Ferdinand Raimund mitgeteilt hatte. Otmar starb nach schwerer Krankheit zu Hause und bei seiner Frau Marianne.

fairNETZt verliert mit Otmar einen Freund, einen Kollegen, einen Visionär, einen Begleiter und einen Menschen, der sich – für viele von uns als Vorbild – für das „gute Leben“ einsetzte, für ein Leben in Eigenverantwortung und Achtsamkeit, den sozialen und ökologischen Herausforderungen gegenüber.

Otmar war in Österreich geboren und aufgewachsen, studierte Politologie und Industriesoziologie, studierte und promovierte in Jura und lebte 35 Jahre lang in den Niederlanden. Als Unternehmensberater war er vor allem in der Organisationsentwicklung im Gesundheitswesen und in der Industrie tätig. In seinem Coaching vermittelte er Lernstrategien der Veränderung.

Wir sind dankbar, Otmar erlebt zu haben als starken Impulsgeber für den konstruktiven und achtsamen Dialog, für Vernetzung und mit dem Fokus auf die wirklich großen Ideen. Mit seinem österreichischen Charme und dem holländischen Pragmatismus hat Otmar hier und anderen Ortes Vieles erreicht. Als international renommierter Experte beherrschte er Werkzeuge wie Action Learning, Change Management und Soziokratie. Eingesetzt hat er sich u.a. für zivilgesellschaftliches Engagement, Bürgerbeteiligung, Gemeinwohl-Ökonomie, Regionalwirtschaft und Komplementärwährungen, wie den „Dreyecker“, den er mit aus der Taufe gehoben hat.

Otmar hat fairNETZt von anbeginn geprägt, mitgestaltet und bereichert – dafür sind wir dankbar und freuen uns, wie seine Impulse sich in fairNETZt weitertragen. Unsere Gedanken sind jetzt bei ihm und seiner lieben Frau Marianne.

2 Responses

  1. Lamm Harald
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    Er hat trotz zunehmender Krankheit viel Energie auf sein Lieblingsthema Geld verwendet.
    Gleichzeitig hat er aber auch viel Energieimpulse nach außen gegeben, die mich immer inspiriert haben. Zuletzt wanderten wir noch gemeinsam mit Hartmut in Rheinfelden. Er hat seinem Leben Sinn gegeben und genossen.

  2. Hans-Hermann Baetcke
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    Sehr gut geschrieben, Hartmut! Ich schließe mich deinen Worten gern an und kann mich auf Persönliches beschränken: Ich bin sehr froh, mit Otmar in den letzten Wochen und Monaten in unserer kleinen ‚Senioren-Runde‘ unterwegs gewesen zu sein. Unsere Wanderung am/ um den Pfaffenberg ist gar nicht lange her, ich hätte mir nicht vorstellen können, dass er innert 2 Monaten von uns geht. Um so wertvoller waren unsere Gespräche im Krankenhaus, das ich ja in wenigen Minuten von uns aus erreiche. Immer wieder fiel mir seine heitere Art auf, die sich trotz seiner Prognose als robust erwies. Er hatte sichtlich Freude an Gelegenheiten, die zum Lachen Anlass gaben. Auf diese Weise haben wir sehr ausführlich persönlich Abschied genommen. Ich werde Otmar als besonderen Menschen in Erinnerung behalten.