Friedenspreis für Wikileaks-Gründer Julian Assange

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Der im April 2019 in London inhaftierte Journalist Julian Assange erhält den Stuttgarter Friedenspreis 2020. Als Gründer der Gruppe Wikileaks hatte Assange unter anderem geheime US-Militärdokumente veröffentlicht, welche schwere Regierungsvergehen, einschließlich mutmaßlicher Kriegsverbrechen und Korruption enthüllten. Die USA fordern daher seine Auslieferung wegen Geheimnisverrats.

Die für den 6. Dezember 2020 geplante Ehrung ist mit dem Appell verbunden, „das Recht auf bedingungslose Informations- und Pressefreiheit nicht nur zu schützen, sondern durchzusetzen“, erklärte der Stuttgarter Verein „Die Anstifter“, der die mit 5.000 Euro verbundene Auszeichnung vergibt.

Die Friedensbrücke Lörrach begrüsst diese Auszeichnung und fordert weiterhin, Julian Assange umgehend aus der britischen Haft zu entlassen. Der Uno-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, der Assange im Gefängnis besuchte, bezeichnet den Wikileaks-Gründer Julian Assange als Opfer „psychischer Folter“.

  1. Ulrike Schäfer
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    Und wer sich ebenso dafür einsetzen möchte, dass die US-Behörden alle Spionagevorwürfe und ähnlichen Vorwürfe gegen Julian Assange fallen lassen, damit er umgehend freigelassen werden kann, kann hier aktiv werden und sich an einer Amnesty-Onlineaktion an den US-Justizminister beteiligen:

    https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/vereinigte-staaten-von-amerika-usa-anklage-gegen-julian-assange-fallen-lassen