einen Unterschied machen

Hier schildere ich mein Erlebnis von heute als meine Annäherung, wie wir aus einem anderen Ort der Aufmerksamkeit – aus der Stille und Resonanz – die Realität verändern können, und wie ich daran gescheitert bin 😉

Ich komme gerade von der FFF-Klimademo zurück. Gerade am Marktplatz angekommen und noch beim Abschließen meines Fahrrades werde ich gleich von am Rande stehenden Senioren angeraunt, was das denn hier sei und die Jugend solle doch bitteschön … Ich habe diese Steilvorlage für einen Empathy-Walk gleich gespürt, doch außer Downloading und knirschender Höflichkeit nix weiter zustande gebracht – habe mich geschämt dafür und mich gleich in die Demo-aufbauenden forFutures gemischt. Immerhin konnte ich einem jungen Aktivisten zuhören in seinem Aufgeregt sein vor seiner Rede, ihm Aufmerksamkeit schenken, was ihn gestärkt und zuversichtlicher gemacht hat; dass er sich wieder fokussieren konnte, wofür er hier steht, was jetzt in diesem Moment gilt, das er jetzt nur so sein kann wie er ist und nix anderes sein muss. Anschließend bin ich noch in meinen inneren Prozess gegangen: habe mich geerdet, verbunden, habe Vorstellungen losgelassen und mich geöffnet für den Raum der Demonstrierenden und für das, was kommen möchte.

Zurück zu den Senioren bzw. den ‚unverhofften Situationen‘, die uns begegnen. Mir wurde mal wieder klar, wie wichtig es ist, dass ich zuerst für mich innerlich gut angekommen bin (hier war ich ja noch halb in den Pedalen), gut meinen Boden, mein Angebundensein aufbaue und spüre, bevor ich etwas im Außen zu stande bringen kann, was über mein gewohntes Komfortverhalten (Download) hinaus geht.

„The mind is like a parachute,
it doesn’t work if it’s not open.“
Frank Zappa

Inzwischen kenne ich diesen Unterschied des Bewusstseins, gut mit meiner Quelle und mit dem Höheren/ Großen Ganzen verbunden zu sein. Erst, wenn ich diese Ruhe und Sicherheit in mir spüre und dann nach außen gehe, macht mein Sein (Ausstrahlung und Handeln) einen Unterschied. Mein Wirken ist anders, das Feld spürt es, und somit kann eine andere Energie das Feld durchdringen für das Neue, das entstehen will.
Otto Scharmer verstehe ich hier, dass der innere Ort oder die Quelle, aus dem/der heraus ich handle, entscheidend ist; damit können wir die Realität verändern.

Zur Veranschaulichung habe ich diese Grafik konstruiert, die uns helfen kann zu navigieren: wo stehe ich mit meiner Zuhör-Qualität, wo klemmt’s oder wo kann ich mutig tiefer gehen:

Was denkst Du dazu?

Wie geht es Dir beim Zuhören? Mit Deinem Urteilen über Andere?

Wir freuen uns sehr über deine Impulse hier als Kommentar. Wir sind gespannt, was wir gemeinschaftlich bewegen können!

 

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auf dem Foto: Océane (li) von Fridays for Future und Aurelia Delin von Parants for Future Lörrach

Bildquelle: klimademo-sept2020_oceane-aurelia-utopia_hs.jpg: Hartmut Schäfer

Bildquellen

  • Vier Ebenen des Zuhörens und Wahrnehmens und ihr Potential: Isabell Schäfer-Neudeck